LICC - BUCHSAUSE: Fitzek - Flugangst 7A

Samstag, 20. Januar 2018
*UNTERSTÜTZT DURCH PRODUKTPLAZIERUNG

Ach du je, da habe ich ja etwas bei Instagram mit einer Story losgetreten. "Und wie ist das Buch?", "Oh wow, dass wollte ich auch noch lesen", "Cool. Ich hab auch Fitzek Thriller, wollen wir mal tauschen"... so und so ähnlich erreichten mich einige Insta-Stories und sie alle habe ich auf diesen Blogpost vertröstet.

Sehr lange habe ich mir überlegt, wie ich mit der ersten Buchsause von Fitzek anfangen soll und immer wieder fiel mir nur ein Satz ein: "Was für eine kranke Scheiße!". Damit meine ich weiß Gott nicht die Sprache und die Art sich auszudrücken von Fitzek, sondern viel mehr seine Gedanken. Ich stoße regelmäßig in Fitzek positiv an meine Vorstellungskraft. Immer wieder kommen mir die Gedanken, dass es jetzt so wohl reicht und warte auf die Wendung, doch wenn noch 300 Seiten vor dir liegen, dann weißt du, dass noch kein Ende in Sicht ist und noch einige "kranke Scheiße" folgen wird. Daher bekommt Sebastian Fitzek von mir erst einmal einen Orden für so viel Kreativität. 

Nach meinem ersten Werk von Fitzek (das war übrigens "Achtnacht") zog es mich nicht nur wieder in den Lesebann, den ich während meines Germanistikstudiums verloren habe, sondern lies mich auch nachdenken, wer dieser Sebastian Fitzek ist. Ich habe mir also einige Interviews von ihm angehört und war erstaunt wie "normal" er ist. Könnte quasi mein Nachbar sein. Ist er aber nicht. Er ist einfach ein ganz normaler Mensch, mit krankhaft verrückten Ideen und ordentlicher Recherchekraft.

Alle Werke von Fitzek beruhen auf vielen realen Fakten. So lernt man aus "Flugangst 7A" tatsächlich einiges über Flugangst und Flugzeuge. 

FLUGANGST 7A 

Wie der Name es schon verrät, spielt "Flugangst 7A" in einem Flugzeug. Damit stand für mich fest, dass ich auch ohne Flugangst dieses Buch nicht im Flugzeug lesen werde. Ich passte also einen Zeitraum ab, wo ich auf keinen Fall fliegen werde und begann und verschlang.

Auf dem Klappentext heißt es:

"ES GIBT EINE TÖDLICHE WAFFE, DIE JEDER MENSCH PROBLEMLOS IN EIN FLUGZEUG BRINGEN KANN. UND KEINE KONTROLLE DER WELT KANN SIE ERKENNEN...
EIN NACHTFLUG BUENOS AIRES-BERLIN. EIN SEELISCH LABILER PASSAGIER. UND EIN PSYCHIATER, DER DIESEN PASSAGIER DAZU BEWEGEN SOLL, DIE MASCHINE ZUM ABSTURZ ZU BRINGEN - SONST STIRBT SEINE HOCHSCHWANGERE TOCHTER."

Meiner Meinung nach klingt das schon ziemlich schaurig. Dabei bleibt es aber nicht! Neben den Thematiken Flugangst und Schwangerschaft, beschäftigt sich das Buch auch mit Mobbing und Veganer/Milchproduktion. Sehr verrückt, wie diese Themen ineinander spielen.

Der Anfang packte mich, wie bei Fitzek bekannt, sofort. Dieses Mal muss ich aber sagen, dass das Buch mir in der Mitte etwas langatmig vorkam. Der Fall ging nicht wirklich weiter und auch die Rahmenhandlung rund um die Tochter kam nicht voran. 
Die letzten 100 Seiten rissen mich dann wieder voll mit. Ehrlich gesagt, bin ich für die letzten Seiten sogar früher aufgestanden, damit ich es schaffe das Buch noch fertig zu lesen (by the way: Sehr zum Gelächter meiner Tanzgruppe die verständlicher Weise froh über jede Minute Schlaf waren).

Und so kann ich das Buch nicht uneingeschränkt weiter empfehlen, aber lesenswert ist es allemale. Wenn es bisher für mich ein Fitzek-Werk gibt, dass mich richtig überzeugt hat, dann ist es bisher unangefochten "Achtnacht". Zu Weihnachten gab es aber dank A.s' Eltern Fitzek-Zuwachs in meinem Regal und nun warten vier weitere Fitzek-Werke darauf von mir verschlungen zu werden... nach der Zwischenprüfung.

*Vielen Dank an den Droemer-Knaur Verlag für das kostenlose Rezensionsexemplar.

Keine Kommentare

Kommentar veröffentlichen