LICC -COGITER: Zeit zum Nachdenken

Sonntag, 24. September 2017
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Wie ein Fluch, der sich langsam einschleicht, erreichen mich auf Facebook, Whatsapp, Instagram und Co. ständig Fotos von Hochzeiten, Schwangerschaft oder Hausbau. "Wir haben noch Zeit", reden wir uns ständig ein und stellen doch jede Woche, jeden Monat erneut fest, wie schnell die Zeit fliegt. A. und ich witzen regelmäßig drüber, dass wir wohl schon ganz schön spät dran sind und der Zug wohl schon abgefahren sei, doch jetzt ist es auch egal und wir können uns Zeit lassen solang wir wollen (by the way: so sollte es auch jeder Handhaben meiner Meinung nach. Nur weil Andere mit 25/26 heiraten, kann man das genau auch noch ein paar Jahre später). 




Viel eher als immer nach links und rechts zu schauen, ist es doch auch schön mal in den Spiegel zu schauen und sich zu überlegen, was man schon alles geschafft hat. Viel zu oft schaut man auf das was war, auf das was kommt und vor allem auf das, was man alles nicht gemacht oder erlebt hat. Ein Klassenkamerad hat vergangene Woche es sehr treffend beschrieben mit „man will ja schließlich alles mitnehmen“. Wenn man nicht mindestens ein halbes Jahr mit Rucksack durch das Ausland tingelt oder drei Festivals im Jahr besucht, ist man schon fast nicht mehr zeitgemäß. Dabei schauen, glaube ich, viele gar nicht darauf, ob sie das wollen, sondern gehen nur weg, weil man das eben so macht.

Ganz bewusst versuche ich daher gerne auf das hier und jetzt zu schauen. Auf das zu schauen, was ich alles erreicht habe und nicht so sehr, was mein Links und Rechts erreicht/erlebt hat. 
Doch wann hat man die Zeit wirklich nachzudenken ohne etwas anderes zu tun? 

Mein „Geheimtipp“ ist Spülen. Ein Job, der im Haushalt gemacht werden muss und von mir sogar sehr gerne gemacht wird (A. hasst es, daher wahrhaftiges Girlfriend-Goal). Ich mag es beim Geschirr spülen nichts anderes machen zu können (ähnlich wie beim Bügeln, nur das dauert immer so schrecklich lange). Aber wirklich nur stupide Spülen kann doch sehr langweilig sein, daher habe ich drei Beschäftigungen während des Spülens:


YouTube Videos schauen



Ich muss gestehen, dass in meiner Abo-Box doch einige YouTuber sind rumtreiben, deren Videos nicht unbedingt den weltbewegendsten Content liefern. Dafür finde ich es dennoch sehr unterhaltsam. Damit ich mich nach den Videos nicht fühle, als hätte ich kostbare Zeit verplempert, schaue ich gerne die Videos während des Spülens. Dafür stell ich das Ipad hinter den Wasserhahn (und nein, es hat noch nie Wasser kennen gelernt) und werde während des „langweiligen“ Spülens unterhalten.

Podcast/Hörbücher


Nicht nur fürs Spülen, sondern an sich bei Haushalt bietet sich der Knopf im Ohr wunderbar an. Dabei ist inhaltlich sicherlich mehr zu holen als in meiner YouTube Abo-Box.

Nachdenken


Da haben wir den springenden Punkt! Einfach nichts tun außer spülen und Nachdenken. Nachdenken über sein aktuelles Leben und all die Wunderbaren Dinge die man erreicht hat.


Völlig verrückt, doch mein nächster Geburtstag (ohne zu weit Richtung Zukunft zu schauen) schreibt schon ein viertel Jahrhundert. Manch einer wird darüber lachen, so jung und unbeholfen, doch egal in welchem Alter man ist – irgendwie hat man immer das Gefühl schon furchtbar alt zu sein. 

Genauso muss es meinem liebsten Spülmittel Fairy gehen. Auch das wird schon 25 Jahre alt, hat so einige Teller blitzeblank geputzt. Ist an seinen Aufgaben gewachsen und dadurch das Produkt geworden, dass es heute ist. Besonders die Fettlösekraft, schafft nur Fairy - eben "das kleine Wunder gegen Fett". 

So verbinde ich mit Fairy nicht nur sauberes Geschirr, sondern auch das gleiche Alter und Zeit zum Nachdenken. Nachdenken über das hier und jetzt und die schönen Dinge die ich schon mit 25 Jahren erreicht habe. 

Dieser  Beitrag wird von Fairy unterstützt.

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